"Almost there" klingt vordergründig nach Leichtigkeit, doch es schwingt eine Spur Melancholie mit: das menschliche Grundgefühl, dem „Ankommen“ nahe zu sein und es doch nie endgültig zu erreichen.
Diese Serie untersucht Gefühle der Resonanz, wie Glück, Sehnsucht oder Freiheit als Erinnerungskörper. Diese Gefühle, die sich über ihr Verhältnis zu Zeit, Ort oder Erinnerung definieren, formen sich oftmals erst rückblickend: ein Momente, der später Gewicht bekomment oder eine Situation, deren Bedeutung sich erst im Nachhinein zeigt.
Die Werke der Reihe, die sich mit dem Gefühl von Glück beschäftigen, kreisen um die Frage: Wie bleibt Glück in uns? Als Bild, als Gefühl, als Maßstab? Dabei wird spürbar, dass Glück Erinnerungen verschönert und ordnet. Es wählt aus, es glättet, es setzt Prioritäten. Genau hier entsteht die Reibung zwischen Ideal und Biografie: Was wir „Glück“ nennen, ist oft ein Gemisch aus tatsächlichem Erlebtem und späterer Deutung. „Almost there“ macht diese Überlagerung sichtbar.
Zwischen Klarheit und Zartheit entstehen formal nicht abschließende Bildräume. Der Betrachter wird nicht mit Antworten versorgt, sondern in eine Situation versetzt, in der er eigene Erinnerungsbilder gegenprüft. Sammler erkennen darin ein stringentes Konzept: Die Serie ist kein Sammelsurium schöner Zustände, sondern eine langfristige Untersuchung des „Fast“ – jenes Zustands, in dem Selbstbilder entstehen, weil man sich an etwas orientiert, das man nur annähernd erreicht.